Etwas zu meiner Person:
Falls ich nicht gerade mit Linux rumspiele (speziell irdenwelche selbstgebaute
Hardware-Komponenten ausprobiere) studiere ich Physik in Hamburg mit Schwerpunkt
Hochenergiephysik, wobei die Interessen speziell bei Themen wie Super-Symmetrie (SUSY),
Higgs-Mechanismus und Große Vereinheitlichung (GUT) liegen.
Mein Linux-Werdegang:
Ersten (wenn auch kurzen) Kontakt mit Linux hatte ich bereits Anfang 1996, als ich bei
einem Klassenkameraden etwas damals, zumindest mir, total Unbekanntes namens "Internet"
gezeigt bekam.
Für ein Erdkundereferat suchten wir Informationen über Atombomben (man beachte die
Kombination Schulfach <-> Referatsthema) in einer Newsgroup,
aber so richtig verstanden, um was für ein Betriebssystem es sich auf dem PC handelte,
hatte ich damals nicht.
Irritierend kam noch hinzu, daß ich (als enttäuschter Windows und OS/2-Benutzer)
keine Vorstellung von virtuellen Desktops hatte, und die ständig erscheinenden
und verschwindenen Fenster (von denen ich heute weiß, daß es sich um Netscape handelte)
mich endgültig schwindelig machten.
Aber je weniger ich von etwas verstehe, desto neugiriger macht es mich...
Erste eigene Distribution:
In den Besitz der ersten eigenen Distribution kam ich dann im Oktober 1996 während eines
Urlaubs in den Vereinigten Staaten. In einem kleinen Computerladen auf einem typischen
Grabbeltisch fand ich die CD, die von da an mein Computerleben in ganz neue Bahnen
leiten sollte:
Für eine handvoll Dollar wurde ich stolzer Besitzer der:
Pacific HiTech Turbo Linux Red Hat Edition,
basierend auf RedHat 3.0.3, Kernel 1.2.13
+ Extra-CD mit Live Filesystem
Die erste Installation verlief größtenteils problemlos, allerdings war alles, was ich
nachher zu sehen bekam, ein schwarzer Bildschirm und der ernüchternde Text:
Welcome to Linux
redhat login:
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Die ersten Tage und Wochen waren alles andere als erfreuend und bestanden hauptächlich darin,
die, bereits einen kompletten Leitz-Ordner füllenden und mittels des "Star LC - 10" 9-Nadeldruckers
hellgrau-auf-weiß zu Papier gebrachten, HowTos zu lesen.
Größte Probleme bereitete das Starten des X-Servers, und endlose Stunden wurden verbraucht, mittels
xf86config eine funktionsfähige Konfigurationsdatei für den noch schlecht unterstützten
S3-Chipsatz der Elsa-Winner Trio zu erstellen.
Ca. 2 Monaten nach der Installation der Distribution gelang es dann zum ersten Mal, den
X-Server zu starten; leider gab es kaum X-Applikationen auf der CD, und mangels
Internetanschluß, konnte auch keine weitere Software nachinstalliert werden.
Die beeindruckendsten Anwendungen waren stattdessen die Bildschirmschoner, speziell die kollidierenden
Sternensysteme von "Galaxies".
Weitere Informationen rund um meine Forschungsarbeiten und Linux-Projekte, sowie einige meiner
Kernspin-Bilder findet man auf meiner privaten Homepage www.meingehirn.de.
Ronny Ziegler
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